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Ups, ich will!

Pannen bei der Trauung und wie man sie vermeidet – Teil 1

Blogartikel von Ronja

Okay, sind wir ehrlich: Solange bei einer Trauung am Ende beide Partner mit „Ja“ antworten, kann eigentlich nichts wirklich entscheidendes schief gehen. Jedoch gibt es zwei Arten von Pannen: Lustige und lästige ;)

Kleinere Pannen können im Nachhinein sogar für lustige Anekdoten sorgen, die man sich lachend bei Familienfeiern erzählt. So wie neulich, als der Hund meines Brautpaares mitten im Wald die Trauringe, die an sein Halsband gebunden worden waren, auf dem mit Laub bedeckten Boden verlor. Kurzerhand suchten Gäste und Brautpaar während der Zeremonie gemeinsam nach den Ringen und erschufen somit einen erinnerungswürdigen Moment, den man so niemals hätte planen können.

Doch leider sorgt nicht jede Panne für gute Stimmung und lustige Geschichten. Im Gegenteil, meistens sorgen sie lediglich für unnötigen Stress oder stören den Ablauf der Trauung.

Gerade am Tag der Hochzeit ist es besonders wichtig, als Brautpaar einfach loslassen und genießen zu können, deshalb ist es gut, wenn man das Pannen-Potential bereits vorher minimiert.

Ich habe für euch eine Liste von häufigen, aber leicht vermeidbaren Pannen zusammengestellt. Drei davon präsentiere ich euch heute in diesem Blogpost.


1. Verspätungen

Die Trauung hat soeben begonnen und ich erzähle gerade eure Kennenlerngeschichte. Wir sind kurz davor, von eurem ersten Kuss zu erfahren – eine schöne Geschichte, von der es euch so wichtig war, dass ich sie in der Trauung erzähle. Ihr strahlt mich erwartungsvoll an und plötzlich wird es in den hinteren Reihen unruhig. Es raschelt, jemand stolpert über eine auf dem Boden abgestellte Tasche, ein Kind fängt an zu weinen. Alle sind abgelenkt, ich unterbreche kurz meine Rede, doch die romantische Stimmung - über Minuten aufgebaut - ist verpufft.

Auch wenn eine Verspätung sicher nie böse gemeint ist, kann sie dennoch die Stimmung einer Trauung erheblich beeinträchtigen. Eine Freie Trauung verdient den gleichen Respekt wie eine standesamtliche oder kirchliche Trauung, egal ob wir auf einer Wiese oder in einem Schlosssaal feiern.

TIPP:

Wir empfehlen euch deshalb, eure Gäste bereits 30 Minuten vor Beginn der Trauung einzuladen (Also zum Beispiel: 15 Uhr Ankommen, 15.30 Uhr Beginn).

Insbesondere wenn ihr eine symbolische Handlung plant, für die etwas vorbereitet werden muss (Zettel schreiben o.ä.) macht es Sinn, dass ein Großteil der Gäste spätestens 15 Minuten vor Beginn der Trauung vor Ort ist.
So besteht außerdem genügend zeitlicher Puffer, falls mal etwas schief geht – dann hat sogar Oma Erna noch genügend Zeit, ihren vergessenen Hut aus dem Auto zu holen ;) Darüber hinaus können die Gäste sich in Ruhe begrüßen und ins Gespräch kommen, bevor sie ihre Plätze einnehmen, was die Stimmung gleich zu beginn etwas auflockert.

Ideal: Den Gästen bereits jetzt etwas Wasser oder andere Getränke zur Verfügung stellen, gerade im Hochsommer. Die Trauung ist meist der Auftakt eures Hochzeitstages, deshalb ist es gut, wenn alle sich von Anfang an wohlfühlen.

Plant genügend Zeit ein, damit eure Gäste in Ruhe ankommen und ihre Plätze einnehmen können.

2. Brautstrauß vergessen

Es ertönt feierliche Musik, die Gäste erheben sich, zwei entzückende Blumenkinder streuen Blütenblätter, alle warten auf die Braut. Diese steht am Arm ihres Vaters auf der Treppe und gestikuliert aufgeregt zu ihrer Trauzeugin. Die Trauzeugin springt auf, sprintet zu Braut und Vater, rafft panisch ihr Kleid und rennt zurück ins Hotelzimmer, wo der Brautstrauß vergessen auf dem Tisch liegt. Es vergehen Minuten, bis die Trauzeugin mitsamt Brautstrauß zurückkehrt. Inzwischen haben sich alle Gäste neugierig herumgedreht und die Braut gesehen, wie sie nervös auf der Treppe steht. Die Braut ärgert sich, denn der große Auftritt ist vermasselt.

Okay, zugegeben, der Brautstrauß ist für das gelingen der Trauung nicht entscheidend.

Aber: Oft ist die Trauung der einzige Moment des Tages, an dem das (meist bis ins letzte Detail abgestimmte) Brautoutfit in seiner Gesamtheit zur Geltung kommt – und dazu gehört eben auch der Brautstrauß. Und noch viel wichtiger: So kurz bevor es losgeht sollte die Vorfreude im Vordergrund stehen und nicht durch einen vermeidbaren Stress-Moment (für alle Beteiligten) getrübt werden!

TIPP:

Grundsätzlich spreche ich bevor es losgeht immer noch einmal mit der Braut. Erst wenn ich von ihr das Okay habe, gebe ich das Zeichen für die Musiker und bitte die Gäste, sich zu erheben. Trotzdem kann es passieren, dass der fehlende Brautstrauß erst im allerletzten Moment auffällt – oder bereits vorher zu Stress geführt hat, weil er zuhause oder beim Friseur vergessen wurde.

Deshalb: Sprecht mit den Personen, welche euch in den Stunden vor der Trauung begleiten (Trauzeugen, Eltern…) und sagt ihnen vorher, welche Details euch wichtig sind. Somit müsst ihr nicht alleine darauf achten und habt im Zweifelsfall jemanden an eurer Seite, dem der fehlende Brautstrauß (alternativ: Schleier, Schmuck, blaues/geliehenes Accessoire, Lippenstift…) auffällt.

Der Brautstrauß liegt vergessen im Hotelzimmer.

3. Nicht auf das Wetter vorbereitet sein

Szenario 1: Es ist ein heißer Nachmittag im August. Gäste und Brautpaar schwitzen in der prallen Sonne, im Nacken bahnt sich bereits ein Sonnenbrand an. Kinder quengeln, ältere Gäste wedeln sich vergeblich mit der Hand Luft zu. Niemand kann sich wirklich auf die Trauung konzentrieren – im Geiste fragen sich fast alle, wann es endlich den ersten Sekt im Schatten gibt.

Szenario 2: Es ist deutlich kälter als erwartet. Die Braut bibbert in ihrem schulterfreien Kleid, die Gäste frieren, Männer leihen Frauen in Sommerkleidern ihre Jacketts. Niemand kann sich wirklich auf die Trauung konzentrieren – im Geiste fragen sich fast alle, wann sie endlich einen heißen Kaffee oder Tee trinken können.

Szenario 3: Es regnet. Die Gäste haben nicht damit gerechnet, dass die Trauung trotzdem draußen stattfindet. Schicke Schuhe versinken in matschiger Wiese, aufwändig gesteckte Frisuren hängen in feuchten Strähnen herunter. Der Musiker bangt um sein Instrument, ich um meine Technik. Niemand kann sich wirklich auf die Trauung konzentrieren – im Geiste fragen sich fast alle, ob es nach der Trauung wohl Handtücher gibt.

Eines soll vorweg gesagt sein: Das Wetter entscheidet nicht darüber, wie schön eure Hochzeit wird! Und das sage ich aus eigener Erfahrung. Aber: Umso besser ihr auf verschiedene Wetterbedingungen vorbereitet seid, desto entspannter könnt ihr das ganze angehen und desto wohler fühlen sich auch eure Gäste. Viele Brautpaare denken bei „schlechtem“ Wetter immer nur an Regen, aber Sommerhitze kann eine Trauung mindestens genauso beeinträchtigen.

TIPP:

Solltet ihr eine Trauung im Freien planen, dann fragt direkt zu Anfang, ob es in eurer Location eine Indoor-Alternative für den Notfall gibt (zum Beispiel wenn es tatsächlich den kompletten Tag schüttet). Alternativ gehen natürlich auch Überdachungen aller Art – Pavillons, Zelte, überdachte Terassen. Checkt außerdem, ob eure Traulocation Schatten an extrem heißen Tagen bietet, z.B. durch umstehende Bäume. Hierzu seht ihr euch am besten viele Bilder von Trauungen an, die am gleichen Ort stattgefunden haben, oder schaut euch vor Ort an, wie die Sonne zur Tageszeit der Trauung steht (Jahreszeiten beachten).

Grundsätzlich muss das Wetter kein Hinderungsgrund für eine Trauung unter freiem Himmel sein. Wenn es euer absoluter Traum ist, die Trauung auf einer Wiese stattfinden zu lassen (und da spreche ich abermals aus eigener Erfahrung), dann gibt es tatsächlich kaum Wetterverhältnisse, die so extrem sind, dass sie dies verhindern könnten. Es gibt sicherlich schlimmeres als einen Schauer während der Trauung ;)

Wichtig ist nur: Seid darauf vorbereitet. Stellt sicher, dass eure Gäste darüber informiert sind, dass die Trauung draußen stattfindet, damit sie sich dementsprechend kleiden und Ersatzschuhe, Sonnenschutz oder Regenschirme mitbringen können. Denkt auch an euch selbst und besorgt euch ggf. noch einen schönen Schal oder eine Jacke für euer Brautoutfit. Außerdem wichtig bei Regen: Schöne Schirme oder sonstiger Regenschutz für euch selbst, für eure/n Redner/in und auf jeden Fall für den/die Musiker.

Dinge, für die euch eure Gäste bei extremen Wetterbedingungen lieben werden: Fleecedecken, Sonnen-/Regenschirme, Fächer, Sonnencreme, Wasserflaschen. (Kleiner Fun Fact: Mein Mann und ich sind am Tag vor unserer Hochzeit sämtliche Läden in unserer Umgebung abgefahren, um 30 weiße Fleecedecken zu besorgen – und sie wurden alle benutzt!)

Hat euch dieser Blogartikel gefallen? Dann schaut gerne hin und wieder mal hier vorbei, denn bald gibt es Teil 2.




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